Nebelgrab

Ein Kurzurlaub in den Hüttener Bergen, zwischen Rendsburg, Eckernförde und Schleswig.

Zwei Freundinnen, die einfach nur Wandern und Chillen wollen. Eine davon eine Kriminalhauptkommissarin, die ihre einst so erfolgreiche Tätigkeit bei der Mordkommission Kiel nun schon lange an den Nagel gehängt hat.

Ein Landhotel, mit flackerndem Kaminfeuer, leckerem Essen und schöner Aussicht über den See.

 

Nebelgrab
herbstlicher See
Nebelgrab
ländliche Spezialitäten
Nebelgrab
ein kleines, feines Hotel

Die beiden Frauen machen es sich gemütlich. Dann beschließen sie zu einer Wanderung aufzubrechen. Es ist herrlich durch den herbstlichen Wald zu laufen und bei Kaffee und Kuchen einzukehren. Doch auf dem Rückweg zieht Nebel auf, der immer dichter wird... 

Hier noch weitere Zutaten aus denen der neue Olga Island Krimi gewebt wurde:

Schleswig-Holstein ist ein Land der Schafe und der Schafzucht:

Auf den Deichen grasen diese Tiere, soweit das Auge reicht. Und in diesem Krimi wird es auch um Wolle gehen: ob gewebt, gehäkelt, gestrickt oder gefilzt. Es gibt so viele Möglichkeiten das Fell der Schafe zu nutzen und zu verarbeiten. Warum hat der Mörder seine Opfer nur in so ein ungewöhnliches, merkwürdiges Gespinnst eingenäht? Was ist der Grund?

Hier ein paar Bild- und Textbeispiele aus Nebelgrab.

 

Zum Beispiel spielt eine Szene auf dem Aschberg in der Nähe von Ascheffel:

 

"Er saß vor seinem Unterschlupf hinter dem Denkmal und beobachtete den ewig bewegten Himmel mit seinen Wolken, die immer weiterzogen und niemals irgendwo ankamen. Von seinem Versteck aus konnte er alles überblicken. Die zur Schlei hin sanft abfallenden Hügel, die von hohen Hecken eingefassten Felder und Koppeln, die ferne Horizontlinie, wo das Meer war, und im Vordergrund die flache, weite Ebene, die früher einmal ein berühmter Sportplatz gewesen war...

Nebelgrab
Bismarckdenkmal auf dem Aschberg

...Marvin liebte diesen Platz beim Bismarckdenkmal. Hier konnte er sich wie ein Zwerg fühlen. Er war klein, niemand sah ihn, keiner wusste, wo er war. Er kletterte immer auf den Feldsteinsockel, dann zwischen den überdimensionalen Stiefeln des alten Fürsten hindurch und verschwand schließlich in den Büschen, die im Halbkreis dahinter wuchsen..."

 

aus: Nebelgrab, Seite 256-257

Nebelgrab
Bismarckdenkmal auf dem Aschberg

"Der große, in Bronze gegossene Mann gab ihm Schutz, er verbarg ihn fast vollkommen. Unter seinen metallenen Rockschößen fühlte er sich sicher..."

 

 

 

 

 

aus: Nebelgrab, Seite 257

Nebelgrab
Die Moor- und Heidekolonisation in Schleswig-Holstein, Darstellung auf dem Kolonistenhof Neu Duvenstedt

"Ich kann ihnen nicht sagen, wer das Stück auf dem Foto gemacht hat. Es scheint ein Stoffstreifen zu sein, der mit Stickereien versehen wurde. Das Muster mit den Tieren ist typisch für die Siedler in diesem Landstrich. Es ist ein Kreuzstich, den die Moor- und Heidekolonisten aus ihrer Heimat mitgebracht haben."

"Das sagt mir nichts. Muss man die kennen?"

"Nein." Zum ersten Mal lächelte Frau Horn. "Das ist alles schon sehr lange her, über zweihundertfünfzig Jahre. In den Jahren 1759 bis 1765 holte der dänische König Friedrich der Fünfte Siedler ins Land, die minderwertige Flächen wie Moore und Heiden urbar machen und landwirtschaftlich nutzen sollten..."

 

Nebelgrab
Die Moor- und Heidekolonisation in Schleswig-Holstein, Darstellung auf dem Kolonistenhof Neu Duvenstedt

"... aber das hat nicht gut funktioniert."

"Warum?"

"Die Moorböden waren einfach zu schlecht, um davon leben zu können. Die Siedler hatte man mit dem Versprechen einer eigenen Hofstelle aus Süddeutschland angelockt. Sie kamen aus der Pfalz, aus Württemberg, Baden und Hessen. Nachdem der Versuch missglückt war, gingen sie zurück in ihre Heimat oder zogen weiter, zum Beispiel nach Russland, wo Katharina die Große ihnen Land versprach. Die Siedler brachten natürlich auch ihre eigenen Trachtentraditionen mit. Daher erinnert dieser Streifen mit den wandernden Kühen eher an süddeutsche Darstellungen..."

aus: Nebelgrab, Seite 140-141

"Sie kamen den Feldweg von Hütten herauf. Er hörte sie reden, noch bevor er sie sah. Zunächst sprach nur eine Frau, unablässig und für seine Ohren recht schrill. Es dauerte eine Ewigkeit, bis die dunklere Männerstimme sie endlich unterbrach.

Die beiden erreichten den Unterstand, hinter dem er hockte, und für die Dauer einiger weniger Atemzüge war sei ihm so nah, dass er nur einen Hand hätte ausstrecken müssen, um sie zu berühren..."

aus: Nebelgrab, Seite 33

Nebelgrab
Hier kennzeichnet die Haselmaus den Wanderweg

"Auf der Karte gab es Rundwege mit verschiedenen Symbolen, und sie entschieden sich für den Eichhörnchenweg. Die Wanderung sollte über einen Rundweg bis nach Brekendof und dann zum Parkplatz zurückführen. Für die gesamte Strecke waren drei Stunden veranschlagt."

 

aus: Nebelgrab, Seite 32

Nebelgrab
Weg über die Ostseedüne bei Aschau an der Eckernförder Bucht

"Rechter Hand befanden sich flache, mit Strandhafer bewachsene Ostseedünen, über die kleine hölzerne Brücken zum Campingplatz und zu den Salzwiesen führten. Olga Island sah aber keinen Menschen. Vermutlich war die Saison für die meisten Strandbesucher vorbei..."

 

 

 

aus: Nebelgrab, Seite 317